2022

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Maria 2.0 Kassel
2019 bis 2021 ...

Mehr als zwei Jahre: Donnerstagsgebet

Das nächste Donnerstagsgebet findet am 2. Juli 2022 in Sankt Familia statt.

Das „Gebet am Donnerstag“ für Reformen in der katholischen Kirche wurde im Benediktinerinnen-Kloster Fahr in der Schweiz ins Leben gerufen. Dieses gemeinsame Gebet möchte „Schritt für Schritt“ den notwendigen Wandel der Kirche begleiten – so wie die Montagsgebete Ende der 1980er Jahre in Leipzig gesellschaftlichen Wandel begleitet haben.

Wachsendes „Gebetsnetz“
Seither wächst das Gebetsnetz – nicht mehr nur in der Schweiz. Es schenkt denen, die daran teilnehmen Mut und Zuversicht, den Weg einer Erneuerung der Kirche mitzugehen und mitzugestalten.

Machtmissbrauch und Unrecht in der Kirche vor Gott
Im Gebet wird das Thema Machtmissbrauch und Unrecht in der Kirche vor Gott gebracht; ebenso die Vision einer Kirche mit gleichberechtigtem Wirken von Männern und Frauen in allen Diensten und Ämtern sowie der Wunsch nach mehr Offenheit und Unterstützung für Menschen in ihrer Suche nach Lebenssinn – ohne Wertung oder Verurteilung.

Am 7. Juli in der Kirche Sankt Familia
Ulrike Knobbe und Jutta Mersch-Müller von der Initiative Maria 2.0 Kassel gestalten seit mehr als zwei Jahren ein Mal monatlich in der Kirche Sankt Familia, Kölnische Straße 53, das Donnerstagsgebet als kurze liturgische Feier – selbstverständlich unter Einhaltung der aktuellen Corona-Regeln.

Auch zu Hause mitbeten
Wer nicht zur Kirche kommen kann, ist herzlich eingeladen, das Donnerstagsgebet zu Hause mitzufeiern.

Über Ablauf und Gebetstexte informiert der hier im Anschluss angebotene pdf-Download "Zum Ausdrucken ..."

Die Maria 2.0-Kassel-Termine 2022 für das Donnerstagsgebet:
13. Januar
03. Februar
03. März
07. April
12. Mai
02. Juni
07. Juli

Beginn ist jeweils 19.00 Uhr, bitte zehn Minuten früher dasein, danke!

Hier der aktuelle Gebetszettel zum Download:

Zum Ausdrucken: Donnerstagsgebet 7. Juli 2022 - Initiative Maria 2.0 Kassel

Am Sonntag, 26. Juni 2022, feiert die Initiative Maria 2.0 Kassel wieder Frauenliturgie. Der Gottesdienst auf dem Platz vor der Kirche Heilig Geist, Brüder-Grimm-Str. 9, 34246 Vellmar, beginnt um 18:00 Uhr. Er steht unter dem Motto "zur Freiheit befreit". Herzliche Einladung an alle Frauen und Unterstützer*innen!

Anfahrt mit dem öffentlichen Nahverkehr:
STR 1, Haltestelle „Stadtmitte, Vellmar“, 200m Fußweg.

Es gelten alle bekannten Schutz und Hygieneempfehlungen.

Aktionswoche 8. bis 15. Mai > ZeitenWende

Vom 8. bis 15. Mai veranstaltet die Reformbewegung Maria 2.0 ihre diesjährige bundesweite Aktionswoche. In Kassel geht es am Sonntag, 8. Mai, los von 12 bis 12:30 Uhr auf dem Scheidemannplatz bei der Bronzestatue von Elisabeth Selbert. Ihr hartnäckiges, couragiertes und letztlich erfolgreiches Engagement für die Gleichberechtigung von Frauen mit der Aufnahme von Art. 3.2 in das deutsche Grundgesetz nimmt sich die Initiative Maria 2.0 Kassel zum Vorbild, nicht aufzugeben und Veränderungen und eine "ZeitenWende" in der katholischen Kirche zu fordern. 

Donnerstagsgebet 12.05. und Frauenliturgie 15.05.
Zur Aktionswoche gehört auch das Donnerstagsgebet am 12. Mai um 19 Uhr in der Kirche Sankt Familia und die digitale Frauenliturgie am Sonntag, 15. Mai, 18 Uhr. Anmeldung: katholische-frauen-setzen-zeichen@email.de

Weiterhin drängende Erneuerungsbedarf
Maria 2.0 Kassel will mit der Aktion den drängenden Erneuerungsbedarf der katholischen Kirche erneut ins Bewusstsein heben. Mitinitiatorin Ulrike Knobbe: "Wir stehen bei Elisabeth Selbert, weil es uns wie ihr um Gleichberechtigung der Frau geht, die in der katholischen Kirche längst noch nicht angekommen ist. Ich bin überzeugt, dass mit den Bewegungen Maria 2.0 und #outinchurch für die Kirche ein prophetischer Weckruf laut geworden ist. Er darf nicht wieder verstummen."

Hartnäckig
"Unsere Hartnäckigkeit zeigt sich auf dem Scheidemannplatz spielerisch, poetisch, kreativ - mit Musik und Tanz", sagt Mitinitiatorin Beatrix Ahr. Maria 2.0 Kassel erinnert mit ihrer Aktion "ZeitenWende" an einige ihrer Thesen. "Dies tun wir so lange, bis unsere Forderungen umgesetzt sind und katholische Kirche partizipativ, glaubwürdig, bunt, gleichberechtigt, relevant ist", so Ulrike Knobbe. Für den Erfolg der Reformen in der katholischen Kirche brauche es Vorbilder wie Elisabeth Selbert.

Erstmals mit Publikum
Erstmals seit 2019 kann die Aktion von Maria 2.0 Kassel wieder mit Publikum stattfinden, das herzlich zu der halbstündigen Aktion eingeladen ist.

 

Offener Brief an Bischof Dr. Michael Gerber, 28. Januar 2022

Entsetzt, fassungslos und wütend

Die Initiative Maria 2.0 Kassel schreibt heute - 28. Januar 2022 - einen offenen Brief an Dr. Michael Gerber, Bischof des Bistums Fulda. Anlass sind die Ergebnisse der neuen Missbrauchsstudie im Erzbistum München-Freising und die darauf erfolgten Reaktionen der dort benannten Kleriker: "Die Kirchenleitungen verspielen den letzten Rest Glaubwürdigkeit unserer römisch-katholischen Kirche."

Die Frauen von Maria 2.0 Kassel fordern deshalb einmal mehr einen systematischen Wechsel zur Perspektive der Opfer, eine externe Aufarbeitung des Missbrauchs, echte Gewaltenteilung und eine klare und deutliche Haltung der Bischöfe zu den mehr als notwendigen Reformen.

Mehr als 100 Personen haben diesen offenen Brief mit unterzeichnet – schon jetzt mehr als zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des offenen Briefes. Wer Interesse hat, mit ihrem/seinem Namen den Forderungen Nachdruck zu verleihen, ist herzlich dazu eingeladen. Hier der Brief im Wortlaut und die Informationen, sich daran zu beteiligen.

Offener Brief an Bischof Dr. Michael Gerber

Sehr geehrter Bischof Dr. Gerber,

mit Entsetzen, Fassungslosigkeit und Wut haben wir – Frauen und Männer von Maria 2.0 Kassel und Unterstützer*innen – auf die Ergebnisse der neuen Missbrauchsstudie des Erzbistums München-Freising reagiert.

Entsetzt, fassungslos und wütend über das Ausmaß der an Minderjährigen und Erwachsenen begangenen sexuellen Verbrechen und darüber, in welcher Weise Joseph Ratzinger auch heute trotz erdrückender Beweislage diese Verbrechen verharmlost.

Entsetzt, fassungslos und wütend, dass bei vielen Amtsträgern innerhalb der römisch-katholischen Kirche immer noch der Schutz der Institution vor dem Leid der Betroffenen steht.

Entsetzt, fassungslos und wütend, dass seitens der Amtsträger keine Verantwortung übernommen wird und persönliche Konsequenzen gezogen werden.

Entsetzt, fassungslos und wütend, dass die Aufklärung und Aufarbeitung des sexuellen und geistlichen Missbrauchs weiterhin verschleppt wird oder nur unzureichend geschieht und mutmaßliche Täter dem staatlichen Strafverfolgungsprozess oftmals nicht zugeführt worden sind.

Die Kirchenleitungen verspielen den letzten Rest Glaubwürdigkeit unserer römisch-katholischen Kirche.
Wir von Maria 2.0 Kassel fordern

  • einen systematischen Wechsel zur Perspektive der Opfer.
  • eine umfassende Aufklärung und externe Aufarbeitung des Missbrauchs durch staatliche Stellen oder externe Gutachter. Die Kirche selbst als befangene Organisation ist dazu nicht in der Lage.
  • echte Gewaltenteilung, welche die Ausübung von Macht auf unterschiedliche, strukturell voneinander getrennte Rollen verteilt und kontrolliert. Denn Bischöfe regieren in der Institution Kirche zugleich als Legislative, Exekutive und Judikative in einer Person. Diese absolutistische Gewaltanhäufung ist einer der Hauptgründe dafür, dass Vertuschung in diesem Ausmaß möglich war und ist.
  • eine klare und deutliche Haltung der Bischöfe – auch und vor allem Rom gegenüber - zu den mehr als notwendigen Reformen, deren Umsetzung keinen Aufschub mehr duldet.

Mit freundlichen Grüßen

Maria 2.0 Kassel und Unterstützer*innen:

Beatrix Ahr, Stefan Ahr, Cornelia Bauer, Christoph Baumanns, Martina Becker, Felix Beutelmann, Angelika Beyer, Ewald Biedenbach, Renate Bolde, Sandra Bonenkamp, Christiane Brach, Brigitte Briel, Gerhard Briel, Ingrid Daus, Christine Diehl, Wilma Eckhardt, Irene Elbers, Anke Engelhardt, Kerstin Erler, Harald Fischer, Simone Gemeinhardt, Martin Gies, Regina Gries, Dorothea Günther, Maria Hagstedt, Nicoline Hake Warnek, Irene Heigel, Marlies Herden, Heinz Herstell, Marion Herstell, Eva-Maria Heupts, Elmar Hewer, Martina Himmelmann, Christel Högemann-Lohse, Marion Hohmann, Marion Holl, Gabriele von Karais, Maria Kasperczyk, Ulrike Knobbe, Petra Korff, Uta Kraft, Sonja Kube, Cornelia Kuntscher, Hans Kuntscher, Mirja Kutzer, Ilona Langenfeld, Maria Lennartz, Hilde Linge, Susanne Ludewig, Theresa Magenheim, Angela Makowski, Lucia Martin, Claudia Mende, Jutta Mersch-Müller, Barbara Meyer, Anna Müller, Eva Müller-Schade, Ilse Müllner, Marianne Nawroth, Helga Neumann, Minh Dang Nguyen, Maria Luise Niemetz, Ursula Oldeweme, Regina Oertel, Sabine Ortelt, Barbara Pieroth, Birgit Pieroth, Annemarie Pietsch-Mainz, Stefanie Pörtner, Annegret Reese-Schnitker, Susanne Franke-Reidick, Beate Rhiel, Irene Riedl, Ulrike Ripp, Jutta Rüdlin, Birgit Sattler, Bernd Schaller, Christiane Scheffler, Delia Scherm, Lucia Schreiber, Ursula Schlichtmann, Jutta Schlier, Lilli Schürmann, Birgitta Schwansee, Brigitte Seling, Berthold Semmler, Claudia Semmler, Mechthild Singer, Thomas Smettan, Sonja Strotmann, Michaela Tünnemann, Barbara Vogler, Birgit Weber, Ellen Weber-Wüstefeld, Maria Weigel-Schaller, Evelyn Weisbecker, Kerstin R. Wörmann

Im Wortlaut / mit allen Namen (Stand 28.01.2022) > offener Brief an Bischof Dr. Michael Gerber

Je mehr, desto nachdrücklicher

Wer mit unterzeichnen möchte, sendet eine E-Mail an katholische-frauen-setzen-zeichen@email.de mit Angabe des Namens und der Adresse. Veröffentlich wird nur der Name.

Herzlichen Dank!

Ohne Namen der Mitunterzeichnenden > Offener Brief an Bischof Dr. Michael Gerber

Mit Unterschriftentabelle

Wer Unterschriften sammeln möchte, kann das mit der pdf-Datei hier tun.

Möglichkeit 1: ausgefüllte Unterschriftenlisten einscannen und an katholische-frauen-setzen-zeichen@email.de mailen.

Möglichkeit 2: ausgefüllte Unterschriftenlisten per Post an Beatrix Ahr, Mönchebergstr. 29, 34125 Kassel schicken.

Herzlichen Dank!

Mit Unterschriftentabelle > offener Brief an Bischof Dr. Michael Gerber

Programm 1. Halbjahr 2022

Coronabedingt sind immer Änderungen möglich, auch kurzfristig! Bitte beachten Sie deshalb unsere aktuellen Informationen, vor allem hier auf unserer Internetseite "Frauen setzen Zeichen"!

Kontakt: katholische-frauen-setzen-zeichen@email.de

DOWNLOAD: das komplette Veranstaltungsprogramm 1. Halbjahr 2022

Frauenliturgien 2022: Glaube an den befreienden Gott

Uhrzeit und Ort der Maria 2.0 Kassel-Aktionen während der Nacht der offenen Kirchen werden zeitnah bekanntgegeben!

Donnerstagsgebete 2022: Erneuerung der Kirche

Ein Mal im Monat an einem Donnerstag in der Kasseler Kirche Sankt Familia: für weitere Informationen siehe auch weiter unten auf dieser Seite.

Donnerstagsgebete 2022: Erneuerung der Kirche

Bitte rechtzeitig per E-Mail an katholische-frauen-setzen-zeichen@email.de anmelden!

Die unfassbaren Verbrechen des sexuellen und geistlichen Missbrauchs, fehlende Gleichberechtigung, lebensfremde und diskriminierende Sexualmoral, Zölibatsverpflichtung, Klerikalismus und Machtmissbrauch in der römisch-katholischen Kirche – all diese Themen und das damit verbundene Leid vieler Menschen veranlasste 2019 Frauen aus einem Lesekreis in Münster, „Maria 2.0“ zu gründen und zum Mitmachen aufzurufen.

Seitdem ist viel geschehen. In unzähligen Orten und Städten in Deutschland und darüber hinaus bildeten sich Maria 2.0-Gruppen. So auch in Kassel. Mit unterschiedlichsten Aktionen – mal laut, mal leise, mal in Gottesdiensten, mal als Demo und Kundgebung – weisen Frauen und Männer aus der Mitte der Gemeinden immer wieder auf die Situation in der römisch-katholischen Kirche hin. Sie fordern eine grundlegende Erneuerung der Kirche. Konkret: Gleichberechtigung, Gerechtigkeit, Glaubwürdigkeit und Liebe. Denn es geht um nichts weniger als die befreiende Botschaft Jesu!

Die Maria 2.0-AktionWoche vom 8. bis 15. Mai 2022 ist in Planung.
Sie werden rechtzeitig informiert!

Bei Fragen: katholische-frauen-setzen-zeichen@email.de

 

DOWNLOAD: das komplette Veranstaltungsprogramm 1. Halbjahr 2022

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